Der Weg in die Verbundenheit

Schaust du fremden Menschen in die Augen oder gehst du den Blicken anderer aus dem Weg und schaust in die Luft oder auf den Boden?

…Und was passiert, wenn du es zulässt, dass sich die Blicke begegnen? Was macht das mit dir und in dir?

Das Paradoxe ist, dass wir uns alle nach tiefer Verbindung sehnen und gleichzeitig unglaublich viel Angst davor haben. Wir wünschen uns wahrhaftig gesehen zu werden und doch haben wir gleichzeitig so viel Angst genau davor. Wir wünschen uns geliebt zu werden und doch haben wir so viel Angst uns auf die Liebe einzulassen, uns für sie zu öffnen und sie anzunehmen.

Warum wir uns verstecken…

Der Grund dafür sind unsere zugrundeliegenden Glaubenssätze, Ängste und Schamgefühle. Wir haben Angst vor tiefen Verbindungen aus Angst verletzt zu werden, aus Angst vor unserer eigenen Verletzlichkeit und vor allen unterdrückten Gefühlen, die hochkommen können. Wir haben Angst davor in den Spiegel zu schauen, die jede Beziehung darstellt. Vielleicht haben wir auch Angst davor uns in unserer Freiheit einschränken zu müssen, uns zu verbiegen, zu verraten und zu verlassen, um im Außen nicht verlassen zu werden. Und wir haben Angst vor tiefen Beziehungen, so wie wir Angst davor haben wahrhaftig gesehen zu werden, aus Angst davor, dass wir tief im Innersten nicht okay, nicht gut genug wären und dass andere unsere vermeintlichen Schwächen und unsere dunkelsten Schatten sehen könnten. Und wir haben Angst uns zu zeigen, weil wir glauben, dass andere Menschen Dinge an uns entdecken könnten, die dazu führen, dass wir erneut kritisiert, klein gemacht, verlassen und verraten werden und am Ende ungewollt und ungeliebt sein könnten.

Es sind die ungeheilten Wunden und traumatischen Ereignisse, besonders unserer Kindheit, die uns dazu führen uns zu isolieren und uns getrennt zu fühlen obwohl wir uns nach Verbundenheit sehnen. Dies ist die Strategie, um uns in Sicherheit zu bringen. Der Nachteil ist offensichtlich, dass uns all die wundervollen Erfahrungen der Verbundenheit und der Liebe verwehrt bleiben. Frage dich:

Wie würdest du dein Leben ohne all diese Ängste leben? Was würdest du verändern?

Was wäre, würdest du erkennen, dass du in deinem tiefsten Inneren bedingungslose Liebe bist, so wie jedes andere Wesen? Was wäre, würdest du dich für neue Begegnungen vollkommen öffnen, alle Masken abnehmen und dich in der vollkommenen Präsenz und liebevollen Annahme und Aufmerksamkeit deines Gegenübers zeigen können?! Was wäre, könntest du dich in einem geschützten Raum vollkommen sicher dabei fühlen dich zu zeigen und dich auf tiefe Begegnungen mit Fremden einlassen, die Verbundenheit spüren und erkennen, dass Liebe von überall kommen kann und nicht auf Partnerschaften begrenzt ist?

Es ist die Möglichkeit von Heilung und Transformation aus den Konditionierungen und Wunden der Trennung heraus in die Verbindung, in die Liebe. Das Verständnis, dass wir auf tiefer Ebene alle die gleichen Ängste und Themen haben und auf einer noch tieferen Ebene alle bedingungslose Liebe und göttlich sind. Und in der wahrhaftigen Verbindung mit unserem Gegenüber ist es uns möglich uns selbst und unsere eigene göttliche Essenz zu erkennen. Es sind diese Erfahrungen, die die alten Wunden unserer Vergangenheit heilt, unsere Herzen öffnet und uns Begegnungen mit tiefer Verbundenheit ermöglicht.

Verbundenheit entsteht, wenn wir alle Rollen und Masken abnehmen und uns nackt in unserer Verletzlichkeit mit allem zeigen, was wir sind und (dadurch) unserem Gegenüber die Möglichkeit geben sich ebenfalls vollkommen zu zeigen und zu offenbaren. In dieser Verletzlichkeit entsteht Intimität und eine wahre Verbundenheit auf allen Ebenen.

Befreie dich also von alten Ängsten und deiner Scham und erlaube dir dich den Begegnungen hinzugeben, dich zu öffnen und in ihnen ganz du selbst zu sein!

Much love ❤ ❤ ❤

Nadine

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