Bewusste Partnerschaft als Weg der Heilung

Wenn wir uns auf eine romantische Beziehung einlassen und uns öffnen, dann werden wir dadurch verletzlich. Diese gefühlte Verletzlichkeit, also, die Möglichkeit die eigenen Verletzungen und Wunden zu spüren, führt dann in der Regel zu diversen Abwehr- und Absicherungsmechanismen. Wir wollen uns mit der anderen Person sicher fühlen und am liebsten hören, dass wir bis ans Ende unseres Lebens geliebt werden. Werden unsere Wunden berührt, fühlen wir uns schnell getrennt, allein gelassen, unverstanden und ungeliebt. Wir können gar nicht mehr den anderen sehen noch die Situation objektiv betrachten und evaluieren, da wir in den Emotionen der Vergangenheit gefangen sind. Die Emotionen sind meist so stark und intensiv wie damals, wodurch wir ihnen glauben. Dass alte Wunden getriggert wurden können wir daran erkennen, dass unsere Reaktion auf die Situation „unangemessen“ und „übertrieben“ erscheint. Da ist gar nichts schlimmes dran. Es ist ganz normal, dass dies passiert. Die Frage ist, wie wir damit umgehen.

Du hast die Wahl!

Wir können uns entscheiden wegzurennen, wir können all unseren alten Schmerz, unsere ungeheilten Wunden und unsere mangelnde Selbstliebe und Selbstfürsorge auf den anderen projizieren, uns damit zum Opfer und ihn zum vermeintlichen „Täter“ machen. Damit würden wir unser Weltbild und die „Story“ unseres inneren Opfers bestätigen. Das Resultat ist mehr innere und irgendwann äußere Trennung und schmerz.

Oder wir können unsere Projektionen zurücknehmen und für uns selbst die Verantwortung übernehmen. Wir können diese Situation als Aufforderung zur Heilung ansehen und schauen, welche Wunde der Vergangenheit der andere berührt hat und was dies in uns auslöst, welche Gedanken, Gefühle und Handlungsmechanismen. Wir können uns fragen, wann wir diese oder so eine ähnliche Situation zum ersten Mal erlebt haben oder uns so gefühlt haben. Und wir können ergründen, was da gerade in uns passiert. Und uns erlauben das, was da ist, vollkommen zu fühlen, zu erkunden und für uns liebevoll da zu sein.

Umso öfter wir für uns selbst und diesen verletzlichen Anteil in uns (unser „inneres Kind“) da sind und umso mehr wir ihn heilen, umso sicherer fühlt sich unser inneres Kind mit uns und umso sicherer fühlen wir uns auch in der Beziehung mit anderen.

Gemeinsam auf dem Weg der Heilung…

Ich selber empfinde es als wunderschön, intensiv und verbindend diese Prozesse dann mit meinem Partner zu teilen und auch von ihm zu erfahren, was bei ihm hochgekommen ist und was das eventuell bei ihm ausgelöst hat. Und ich weiß, dass man nicht immer die Zeit hat sich sofort zurückzuziehen und erstmal eine Healingsession zu machen 🙂

In diesem Fall kommuniziere ich z.B. mit meinem Partner, dass das, was gerade passiert oder gesagt wurde, etwas aus der Vergangenheit bei mir getriggert hat und diese oder jene Emotion gerade in mir präsent ist. Dann spüre ich in mich hinein und schaue, was sich mir gerade zeigt, welche Situation, welches innere Kind. Ich lege eine Hand auf meinen Bauch und eine auf mein Herz. Und dann sage ich meiner kleinen Nadine (meinem inneren Kind), dass ich sie sehe, fühle und wahrnehme und für sie da bin. Ich sage ihr, dass sie jetzt in Sicherheit ist und ich mich um sie und die Situation kümmere. Ich halte sie in meinen Armen und schicke ihr Liebe aus meinem Herzen. Währenddessen verändert sich bereits meine Wahrnehmung der Situation und mein Herz fühlt sich leichter an. Vielleicht ist noch nicht alles geheilt und ich gehe zu einem späteren Zeitpunkt im Rahmen einer Heilmeditation nochmal zurück zur Wurzel der Wunde. Das Wichtige ist, dass ich in der Situation für mich selbst da bin und es nicht einfach unterdrücke oder am anderen auslasse.

Wie möchtest du Partnerschaft leben?

In meinen Augen geht es in einer Partnerschaft nicht darum einander davor zu schützen die alten Wunden zu spüren, sondern einander darin zu unterstützen diese in Heilung zu bringen! Wenn wir uns dem, was passiert bewusst werden und selbst die Verantwortung für unsere Gefühle übernehmen und die Reaktion des anderen nicht persönlich nehmen sondern darin die Verletzungen der Vergangenheit und Themen des anderen erkennen, können wir füreinander liebevoll einen Raum kreieren, in dem alles da sein, gesehen und angenommen werden darf. In dem wir uns mit all unserem Schmerz und unserer Verletzlichkeit zeigen dürfen und gehalten sind. Dann wird Partnerschaft zu einem Raum der Begegnung, in dem Heilung und gemeinsames Wachstum geschehen kann!

Du bist eingeladen!

Wenn du jetzt Lust hast dir da selbst auf die Schliche zu kommen, Blockaden zu erkennen, zu lösen und dir mehr Verbindung, Tiefe und Heilung in deiner jetzigen oder zukünftigen Partnerschaft wünscht, dann ist mein Workshop „A Taste of Tantra“ diesen Juli in München, Köln und Berlin evtl. genau das Richtige für dich! Alle weiteren Infos findest du hier: goo.gl/fG9h3j

Happy love and happy healing wünsche ich Dir <3

In Liebe,

Nadine

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